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Bauerntheater in Hochform: Der "Schmugglerbazi" hatte Premiere

Schmugglerbazi 2
Auch in diesem Jahr geht es auf der Bühne des Bauerntheaters turbulent zu.

Eine überaus geglückte Premiere feierte das Ernsgadener Bauerntheater mit seinem Dreiakter „Da Schmugglerbazi“ unter der Regie von Brigitte Schleibinger. Bereits beim Öffnen des Bühnenvorhangs ging ein Raunen durch den Saal des Gasthofes Riedmeier.

Für Aufsehen sorgte das Bühnenbild, eine authentische und mit Liebe zum Detail errichtete Almhütte. Dafür erhielt das Ensemble spontanen Applaus vom Premierenpublikum. Hier hatten Alexander Schwenderling und seine Helfer in unzähligen Stunden ein Ambiente geschaffen, die seines Gleichen sucht.

Angespornt von dieser prächtigen Kulisse liefen dann die sieben Laienspieler mit ausgesprochener Textsicherheit, stuationsgerechter Gestik und schlagfertigen Pointen zu absoluter Höchstform auf.

Schmuggler 1
Das Stück spielt im Schmugglermilieu irgendwo in den Bergen. Der fleißige Schmuggler Wastl (Daniel Hamberger) in der Hauptrolle, gibt überzeugend den ehrlichen "Bazi", der von Frauen begehrt wird, aber nur von der "einen Richtigen" träumt, mit der er sieben Kinder haben will. Herrlich der Ausspruch: „Wenn´s Wasser kocht, g´hörn Knödel eingelegt“, nach seinem erfolgreichen Werben um seine „Favoritin“ Hanna (Katrin Kersting). Diese ist die einzig "ehrliche Haut" in dem Stück, die ihre liebestolle Mutter Paula (Erike Schwenderling) nicht bändigen kann. Diese geht völlig in ihrer Rolle als "kleptomanöse" Nymphomanin auf und versucht noch dazu aufreizend ihrer Tochter Hanna den Wastl  weg zu schnappen. Die Begleiterin vom „Schmuggler-Wastl“, die Fine (Sabine Schmelzer) wirbt zwar heftig um die Liebe ihres Spezl´s, kapituliert jedoch in dem sie ihrer Widersacherin Hanna zum ersten Kuss ihres Angebetenen verhilft.
   
Schmuggler 6Hans Schmid, ein "alter Hase" auf den Ernsgadener Theaterbrettern, spielt in gekonnter Manier den zwielichtigen betrügerischen Zwischenhändler Bockerer, der zwar die beiden Schmuggler „knechtet“, aber zum Auftraggeber, den Baron, ein respektvolles Auftreten an den Tag legt. Souverän mimt Schmid den berechnenden "Bazi", der andere gekonnt für seine Ziele einspannt.

Schmuggler 3

 

 

Auch Claus Schmid, der den Baron verkörpert, schlüpfte in diese Rolle, als wäre sie ihm auf den Leib geschneidet. Er strahlt aufgrund des verschwundenen Geldes Überlegenheit und Härte aus.  Er wird aber aber dann doch weich, als er erfährt, dass er -wie könnte es anders sein im Bauerntheater- der Vater der Hanna ist.

Eine Glanzrolle – und das i-Tüfelchen in diesem Stück - füllt auch Michael Kaczmarek als Fuchs aus. Allein an der Gestik und Mimik erkennt man in ihm schon den Intriganten, der als Dieb und Betrüger das Fehlen des Geldes anderen in die Schuhe schiebt. Gekonnt sein Zungenschlag mit lispelnder, nasser Aussprache, die jeden Gesprächspartner zusammenzucken lässt. Im Duett mit Claus Schmid als Baron  begeistern beide in ländlicher „Al-Capone-Manier“ das Publikum und sind für sich alleine schon das Eintrittsgeld wert.

Das Publikum dankte vielfach mit Szenenapplaus und honorierte so die vielen Probenstunden des Ensembles. Dass der turbulente Dreiakter in einem Happy-End mündet, kann hier verraten werden. Die Antwort, wer nun die Gewinner und die Verlierer in dem Stück sind, bekommen die Besucher der weiteren Aufführungen aufgetischt, die aber leider alle schon ausverkauft sind.

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