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Bauerntheater in Bestform: Die Tante lacht zuletzt am besten

Bauerntheater 2015
Das Ernsgadener Bauerntheater inszenierte den "ledigen Bauplatz" perfekt

Theater in Ernsgaden bedeutet nun schon seit über 30 Jahren Heiterkeit, Humor und ausverkauftes Haus. In diesem Theaterjahr hat sich das Ernsgadener Bauerntheater den Schwank „Der ledige Bauplatz“ von Regina Rösch vorgenommen und mit der vortrefflichen Regie von Brigitte Schleibinger aufgezeigt, über welchen Schwung, Witz und Humor die Laienspieler verfügen.


Die Geschichte spielt bei dem Landwirt Karl-Otto Hufnagel (Hans Schmid), der mit seiner Frau Karola (Erika Schwenderling), Sohn Kurt (Daniel Gemeiner) und dessen Frau Irmi (Sabine Schmelzer) den Hof bewirtschaftet.

 

Doch da gibt es auch noch Tante Berta (Stephi Stempfhuber), eine Schwester der Bäuerin, die nicht der Arbeit verfallen ist, sondern mehr dem Bier-, Schnaps- und Rauchgenuss frönt. Zusammen mit Schwester Mathilde (Katrin Kersting) und Schwager Hugo Koch, seines Zeichens Metzgermeister (Michael Kaczmarek), entschließt sich die Familie in zähen Verhandlungen, Tante Berta zu verheiraten und damit endlich loszuwerden.

 

Denn laut Testament ihres Vaters muss eine der beiden Schwestern Berta so lange bei sich im Haus behalten, bis diese einen Mann gefunden hat. Als Mitgift gibt es einen Bauplatz, da mit Tante Berta trotz Jungfräulichkeit kein großer Staat zu machen ist.

 

Eine Heiratsanzeige wird umgehend aufgegeben, und nach kurzer Zeit melden sich die ersten Interessenten. Denn der Bauplatz zieht. Doch die Brautschau läuft nicht ohne Probleme, und Nachbar Franz (Daniel Hamberger), Pfarrer Ludwig König (Claus Schmid) sowie Braut- und Bauplatzwerber Helmut Birnstenger (Johannes Huber) sorgen für Verwechslungen und Verwirrungen. Schließlich wandelt sich auch Berta gegen Ende zur attraktiven, gestylten Frau, die auch ohne Kontaktanzeige und Bauplatz einen Mann findet.


Dank ihrer Routine und den vielen Theaterproben bis ins letzte Detail in den vergangenen Monaten wirken die Darsteller in ihrer jeweilige Rolle nicht überzogen und boten in einem ansprechenden Bühnenbild dem Premierenpublikum im ausverkauften Saal des Landgasthofes Riedmeier einen kurzweiligen, geselligen und heiteren Theaterabend. Dabei begeistert  „Frontfrau“, Stephi Stempfhuber  das Publikum und ist als Berta so richtig in ihrem  Element. Grimassen schneidend, breitbeinig, Zigarre rauchend und die Dinge beim Namen nennend ist sie heimlich Herrin der Lage und spielt ihre Schwestern und Schwäger gegeneinander aus.

 

Routiniert als hätte er nie eine Pause auf den Ernsgadener Theaterbrettern eingelegt schlüpft Hans Schmid in die Hauptrolle des Stückes. Er stellt gekonnt seine Interessen in den Vordergrund und versucht mit allen Tricks diese durchzusetzen. Bestens „eingelebt“ in den vergangenen Jahren hat sich bereits Daniel Gmeiner auf der Theaterbühne und ist so zu einer festen Größe des Ensembles geworden.

 

Im richtigen Leben eher etwas zurückhaltender blüht er in seiner Rolle als Sohn von Karl-Otto großartig auf.  Das „i-Tüpfelchen“ setzt dem Stück Michael Kaczmarek auf, der mit seinen Pointen und seiner spitzen Zunge besten beim Publikum ankam. Lachsalven erntete er, als er im „Weiberhandel“  um die Berta  schließlich als verkleidete „Diva“ die Bühne betrat.  Hervorragende Bühnenpräsenz zeigen auch die leidgeplagten Mitstreiterinnen, wie Erika Schwenderling, Katrin Kersting und Sabine Schmelzer die routiniert mit perfekter Mimik und Gestik und unglaublicher Textsicherheit ihren Part spielen. Köstlich anzuschauen sind auch die Auftritte von Claus Schmid als Pfarrer Ludwig König („ich sage immer König Ludwig“) auf Zimmersuche, dessen Rolle er „wie im richtigen Leben“ perfekt umsetzt. 

 

Einen sehenswerten und großartigen komödiantischen Eindruck hinterlassen  auch Daniel Hamberger und Neuling Johannes Huber, die   bestens mit ihren Mitspielern harmonieren. Dies lag aber nicht zuletzt auch zum großen Teil daran, dass die einzelnen Charaktere der Rollen durch die Darsteller ideal besetzt waren.

 

Wer jetzt Lust auf den ledigen Bauplatz bekommen hat, der muss leider enttäuscht werden. Alle fünf Aufführungen und die kurzfristig, aufgrund der großen Kartennachfrage angesetzte Zusatzvorstellung sind ausverkauft.

 


Bildunterschrift:
Sehr zur Freude des Publikums  feierten die Laienspieler bei der Aufführung des „ledigen Bauplatzes“ mit viel Spielfreude, Witz und Leidenschaft eine überaus gelungene Premiere.

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