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Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: info@ernsgaden.de  |  Online: http://www.ernsgaden.de

Junge Asylbewerber wollen lernen und Fußball spielen

Ernsgaden - Hier leb ich gern!

Die deutsche Sprache erlernen und möglichst schnell in eine Schule gehen. Das sind die Wünsche für 2015 der fünf unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die seit kurzem in Ernsgaden wohnen. Ferner möchten die Jugendlichen in Kontakt mit der Bevölkerung kommen und Fußball spielen.


An Hl. Abend besuchten 1. Bürgermeister Karl Huber, 2. Bürgermeister Alois Schmelzer, Mitglieder des Gemeinderats, Pfarrer Dr. Benjamin Kasole und Hedwig Bergsteiner die Flüchtlinge. Sie brachten Stollen, Plätzchen, einen Geschenkkorb mit Lebensmitteln und warme Winterkleidung mit.

 

Die Winterjacken, Sweatshirts, Poloshirts, Mützen, Schals und Socken waren am Tag vor Hl. Abend in einer vom Bürgermeister kurzfristig per e-Mail und Facebook organisierten Aktion innerhalb von nur zwei Stunden von der Bevölkerung ins Gemeindehaus abgegeben. „Es ist mehr zusammen gekommen, als wir für den Anfang brauchen", so der Bürgermeister, überwältigt von der spontanen Hilfsbereitschaft.


Mit dem Deutsch lernen haben die jungen Leute schon begonnen. Ein paar "Brocken" können Sie schon sprechen. Sie werden dabei von ihrem Betreuer, der vom sozialen Dienstleister „Ambuflex" kommt angeleitet. Wie Bürgermeister Karl Huber berichtete, gibt es auch bereits aus der Bevölkerung das Angebot einer Pädagogin, zusätzlich beim Erlernen der deutschen Sprache behilflich zu sein.


Ferner seien die Asylbewerber derzeit dabei, sich in dem Einfamilienhaus, in dem sie untergebracht sind, den Umständen entsprechend einzurichten. Vieles ist schon vorhanden, zum Teil wurden in dem Einfamilienhaus auch viele

Einrichtungs- und Haushaltsgegenstände vom Vermieter zur Verfügung gestellt.

 

Was derzeit noch gebraucht wird, sind funktions- und internetfähige Computer und für die Küche ein neues oder gut erhaltenes Mikrowellengerät. Wer dazu einen Beitrag leisten kann, kann sich mit der Gemeinde in Verbindung setzen unter info@ernsgaden.de.

 

 

Keine konkreten Pläne für Container

In der Gemeinde Ernsgaden gibt es keine konkreten Pläne für die Aufstellung von Containern zur Unterbringung von Asylbewerbern. Das Landratsamt hat die vorgeschlagenen Standorte noch nicht näher geprüft und auch keine Entscheidung getroffen. Die Gemeinde hatte der Landkreisbehörde vier Flächen gemeldet, die dafür in Frage kommen. Darunter befindet sich auch der ehemalige Verkehrserziehungsplatz am Rande des Sportzentrums, der aufgrund der Lage grundsätzlich geeignet erscheint. Allerdings wäre die Erschließung sehr kostenaufwändig, da in diesem Bereich keine Ver– noch Entsorgungsinfrastruktur gibt. Es ist weder ein Strom –, noch Wasser – noch Kanalanschluss vorhanden.  Es ist völlig offen, wie es bei diesem Thema weitergeht.

 

Container teurer als Bestandimmobilien

Die Aufstellung von Containern kommt dann zum Tragen, wenn in einer Gemeinde nicht genügend Bestandsimmobilien (Häuser, Wohnungen) angeboten werden. Letztere werden vom Landkreis bevorzugt, da deren Bewirtschaftung deutlich kostengünstiger ist als die Verwendung von Wohncontainern in Modulbauweise. Zudem hat der Landkreis Pfaffenhofen mit der Max – Immelmann – Kaserne und der Patriotstellung im Feilenmoos Alternativstandorte für die Unterbringung von bis zu 400 Asylbewerbern und Flüchtlingen.

 

Aufnahmeschlüssel wird wohl steigen

Das Aufnahmesoll der Gemeinde Ernsgaden liegt derzeit bei acht Personen, d.h., zu den bereits hier lebenden fünf Personen könnten noch weitere dazukommen. Allerdings könnte es sein, dass das der Aufnahmeschlüssel im nächsten Jahr nach oben geht, weil mit einem weiteren von Asylbewerbern und Flüchtlingen gerechnet wird. Wenn man von der vom Landratsamt vorgegebenen Zuteilungsquote von einem Prozent der Einwohnerzahl ausgeht, wird Ernsgaden bis Mitte nächsten Jahres voraussichtlich 15 Personen unterbringen müssen. Um die Aufstellung von Containern zu vermeiden, ist die Bevölkerung nach wie vor aufgerufen, freie Häuser und Wohnungen zu melden, die für die Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen zur Verfügung gestellt werden können.

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Gemeinde Ernsgaden

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85119 Ernsgaden
Telefon: 08452 8099
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