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Weihnachts- und Neujahrsgrüße 2014 von Landrat Martin Wolf

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in den vergangenen Wochen haben wir uns alle auf Weihnachten - das höchste christliche Fest eingestimmt. Die Menschen gestalten die Vorweihnacht auf ganz unterschiedliche Weise. Ich kenne aber kaum jemanden, der sich von der besonderen Erwartung nicht anstecken lässt – ganz unabhängig von seiner religiösen Einstellung. Die meisten von uns freuen sich auf Begegnungen mit wohlgesinnten Menschen und auf Ruhephasen: Man trifft sich mit Freunden auf den vielen Weihnachtsmärkten, die Familie trifft sich zur Bescherung, alte Bekannte trifft man in der Kirche. Für die meisten von uns ist es ein gutes Gefühl, sich an Weihnachten nicht allein, sondern gut eingebettet in ein soziales Umfeld zu wissen.

Vielen Menschen auf der Welt geht es besonders an diesem Weihnachtsfest nicht so gut. Ich denke dabei an die vielen Millionen Flüchtlinge weltweit, die heuer das Weihnachtsfest in Flüchtlingslagern, Notunterkünften oder irgendwo auf der Straße verbringen müssen – fern der Heimat und ohne Familie. Auch in unserem Landkreis sind mittlerweile viele Flüchtlinge angekommen. Auch dank der Hilfe und Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer finden sich die Flüchtlinge bei uns relativ schnell zurecht. Die Ehrenamtlichen sind die „Engel vor Ort“ und tragen durch ihr Engagement mit dazu bei, das Leben der Asylbewerber menschenwürdiger und lebenswerter zu machen. Dafür gebührt ihnen ein großer Dank.

Aus der Kreispolitik wurde die Aufnahme der bisher rund 450 Flüchtlinge im Landkreis wirkungsvoll unterstützt. Wir sind frühzeitig weggegangen von Essenspaketen und Gutscheinen. Auf Kreiskosten bieten wir eine erste Sprachausbildung für Deutsch an. Ein weiteres Angebot des Landkreises stellt die Asylsozialberatung für die Flüchtlinge dar, die über die Caritas angeboten wird. Zudem wurde im Landratsamt ergänzend zum bereits bestehenden Migrationsbeauftragten eine Netzwerkstelle zur Koordination der Ehrenamtlichen im Asylbereich eingerichtet. Der „runde Tisch Asyl“ im Landratsamt gibt zudem Möglichkeiten, um besonders dramatische Einzelschicksale abzumildern. Asylpolitik ist zu einem wichtigen Thema auch im Landkreis geworden.

Durch den großen Einsatz der Kreisverwaltung ist es gelungen, daneben das Jahresprogramm 2014 des Landkreises nahezu unbeeinflusst und im gewahrten Umfang abzuarbeiten. Zahlreiche Projekte und strategische Maßnahmen wurden weitergeführt oder zum Abschluss gebracht.

 
Ich möchte nur ein paar Beispiele nennen:

Baumaßnahmen des Landkreises

Die kreiseigenen Hochbaumaßnahmen werden nach wie vor geprägt von der Generalsanierung des Landratsamtes, wobei der 1. Bauabschnitt - Bauteil C (Nordtrakt) Anfang Dezember bezogen werden konnte (Kosten rund 6,5 Mio. €). Der 2. Bauabschnitt (Westtrakt) wird Anfang nächsten Jahres beginnen und ca. ein Jahr in Anspruch nehmen.

Die zweite umfangreiche Hochbaumaßnahme des Landkreises findet derzeit mit der Generalsanierung der Georg-Hipp-Realschule Pfaffenhofen ihren Niederschlag. Der 1. Bauabschnitt mit der kompletten Schulverwaltung konnte nach einjähriger Bauzeit im September 2014 abgeschlossen werden. Der 2. und 3. Bauabschnitt wird jeweils ein Jahr umfassen und die Gesamtmaßnahme Mitte 2016 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten für die Sanierung werden sich voraussichtlich auf rund 15 Mio. € belaufen.

Umfangreiche Tiefbaumaßnahmen beeinflussen ebenfalls den Landkreis in struktureller und wirtschaftlicher Hinsicht. Neben einigen Sanierungsmaßnahmen im Bereich von Ortsdurchfahrten (u.a. Münchsmünster, Gaden und Gerolsbach) werden auch Straßenbaumaßnahmen „auf freier Strecke“ durchgeführt (PAF 3 Kemoden – Priel). Insgesamt werden voraussichtlich für das Jahr 2015 Tiefbaumaßnahmen mit Gesamtkosten in Höhe von rund 3,5 Mio. € eingeplant. Das Investitionsprogramm für die Hoch- und Tiefbaumaßnahmen soll in den Jahren 2015 bis 2018 rund 38 Mio. € umfassen.


Ilmtalklinik

Hinsichtlich der Ilmtalklinik bekennen sich alle Fraktionen des Kreistags klar zum kommunalen Status des Hauses und zu einer weiteren finanziellen Unterstützung. Dr. Marcel John, seit 1. Mai 2014 neuer Geschäftsführer der Klinik, hat das Krankenhaus bereits in ein etwas ruhigeres Fahrwasser gebracht. Hinsichtlich finanzieller Situation, Notfallambulanz, Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Personalzufriedenheit gibt es sehr positive Entwicklungen. In nächster Zeit stehen wichtige Grundsatzentscheidungen hinsichtlich medizinischer Ausrichtung und der erforderlichen Generalsanierung an.

 
Energiebilanz

Der Landkreis Pfaffenhofen hat im Jahr 2014 die 19 Landkreisgemeinden bei der Erstellung von Klimaschutzkonzepten und Energienutzungsplänen begleitet. Die Ergebnisse wurden vom Landratsamt in einer Energiebilanz zusammengefasst. Die Gemeinden sind gehalten, die in den Energienutzungsplänen vorgeschlagenen Maßnahmen nun umzusetzen. Der Landkreis unterstützt die Gemeinden und wird selbst bei den eigenen Liegenschaften tätig werden.

 
Ausbildungsinitiative „Altenpflege hoch 2“

Der Landkreis Pfaffenhofen möchte durch die Ausbildungsinitiative „Altenpflege hoch 2“ dem bestehenden Fachkräftemangel in der Altenpflege entgegenwirken. Mit dem Konzept soll eine ortsnahe Ausbildung in der Altenpflege angeboten werden, um zusätzliche Interessenten für den Pflegeberuf zu gewinnen. Wir wollen starten mit der einjährigen Ausbildung zur Altenpflegehelferin/-helfer. Besonders werben wir bei älteren Wiedereinsteigerinnen in das Berufsleben. Altenpflege hoch 2 ist der doppelte Vorteil: Pflegeheime bekommen Fachkräfte mit Lebenserfahrung und Wiedereinsteiger tun etwas für ihre Altersversorgung. Auf Initiative des Landkreises plant die Berufsfachschule in Ingolstadt, im Landkreissüden ab dem Schuljahr 2015/2016 eine einjährige Berufsfachschule für Altenpflegehilfe zu errichten, Trägerin wird die Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienste/Deutsche Angestelltenakademie (wie in Ingolstadt).

 
Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Im Landkreis Pfaffenhofen wird eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung durch die SAPV Region 10 GmbH aufgebaut. Damit wird das bestehende Versorgungsangebot durch Hausärzte und Sozialdienste für Palliativpatienten ergänzt. Unser Ziel ist es, mit speziell dafür ausgebildeten Palliativpflegekräften und Palliativmedizinern die Lebensqualität und Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen zu erhalten, zu fördern und zu verbessern und damit ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer häuslichen Umgebung zu ermöglichen.

 
Leader

Anfang November haben wir den Regionalentwicklungsverein „Lokale Aktionsgruppe Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm“ gegründet. Der Landkreis geht mit einer mitgliederstarken und breit aufgestellten Lokalen Aktionsgruppe (LAG), innovativen Entwicklungszielen für die Zukunft, die den Landkreis breit abdecken und jede Menge Möglichkeiten eröffnen sowie mindestens 12 konkreten Startprojekten ins Rennen um das europäische LEADER-Förderprogramm. Falls die Bewerbung erfolgreich verläuft, können diese Projekte bereits im nächsten oder übernächsten Jahr mit finanzieller Hilfe von LEADER starten und umgesetzt werden. Die Bewerbung der LAG Landkreis Pfaffenhofen wurde fristgerecht am 28. November beim zuständigen Landwirtschaftsamt Ingolstadt abgegeben. Ob sie erfolgreich ist, erfährt die LAG voraussichtlich im ersten Quartal 2015.

 
Koordinierungszentrum bürgerschaftliches Engagement (KoBE)

Rege genutzt werden das eingerichtete KoBE und die Servicestelle Ehrenamt des Landratsamts. Als Anlaufstelle für Vereine, Einrichtungen und Organisationen hat die Leiterin Uschi Schlosser den Aufbau eines Netzwerks vorangetrieben. KoBE unterstützt Interessenten bei der Suche nach dem für sie passenden Ehrenamt und vermittelt Menschen in ein bürgerschaftliches Engagement. Auch in Sachen „Führungszeugnis für Ehrenamtliche“ zog das KoBE kürzlich eine positive Zwischenbilanz. Das Thema wurde von vielen Vereinen bereits in Angriff genommen.

 
Kreisfinanzen

Die finanzielle Situation des Landkreises Pfaffenhofen ist trotz zahlreicher und umfangreicher Investitionen solide. Die Verschuldung wird zum Jahresende voraussichtlich bei rund 6,0 Mio. € liegen, die Rücklagen betragen ca. 5,6 Mio. €. Der derzeitige Kreisumlagenhebesatz von 44,5 %, der die Zuzahlung der Gemeinden zum Kreishaushalt beschreibt, ist der zweitniedrigste in ganz Oberbayern. Das zeigt, dass der Landkreis es immer verstanden hat, das Steueraufkommen in großen Teilen bei den Gemeinden zu belassen. Die Entwicklung der Ilmtalklinik und der Sonderaufwand für die Flüchtlinge sind jedoch neue Herausforderungen für die Zukunft.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

diese und weitere Themen werden von einer breiten Mehrheit der 60 Kreistagsmitglieder kritisch begleitet, aber im Ergebnis tatkräftig mitgetragen.

Ich darf zum Abschluss dieses Jahres allen danken, die sich zum Wohle unseres Landkreises engagieren und wünsche Ihnen ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2015.

 

Ihr

 
Martin Wolf
Landrat

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