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Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: rathaus@ernsgaden.de  |  Online: http://www.ernsgaden.de

Durchzugsland

Von Kelten und Römern
Ernsgaden war immer Durchzugsland. Bei uns hielt es keiner lange aus. Aufgrund der flachen Landschaft führten immer bedeutende Verkehrswege durch das Donautal, wahrscheinlich nördlich an Ernsgaden vorbei waren es um Christi Geburt die Kelten und die Römer, die bedeutende Kulturen aufbauten und sich auch hier verewigten (Keltenstadt Manching, Limes).

Plünderer und Barbaren
Später waren es vor allem plündernde Truppen, die in Ernsgaden nicht selten nach Proviant suchten und der Bevölkerung viel Leid zufügten. So lagerten z.B. 954/955 die, wegen ihrer Grausamkeit berüchtigten, ungarischen Horden in Ernsgaden.
Anfang des 16. Jahrhunderts tobte der Pfälzische Erbfolgekrieg auf unserem Boden und hinterließ ebenfalls in der Bevölkerung deutliche Spuren. In der Chronik heißt es: "Ernsgaden war Mittelpunkt der kämpfenden Parteien und Tummelplatz aller barbarischen Grausamkeiten". Der Ort soll z.B. 1504 fast völlig zerstört worden sein.

Die Schweden in Ernsgaden
Zwischen 1618 und 1648 waren es die Schweden, die das ganze rechte Donauufer besetzt hatten und allenthalben unsägliche Grausamkeiten in der Bevölkerung ausübten "beobachtet und bemitleidet von den hilfsunfähigen eingeschlossenen Truppen im nahen Ingolstadt." Die Chronik erwähnt, daß Geistliche der Umgebung geflohen sind, dass viele Pfarrherren aber auch am Orte verblieben und sich "wie hier in den Pfarrbüchern rühmlich konstatiert ist, sich mit ihren Schäflein grauenhaft morden ließen vereint im Leben und in der Liebe vereint auch im schrecklichen Tode". Besonders viele Soldaten hielten sich in den Jahren 1635 bis 1636 und 1646 hier auf. Sie plagten die Einwohner nicht nur durch Wegnahme des Viehs und ihrer sonstigen Habe, sondern verübten auch viele Verbrechen.

Das "Hosenschiessen" entsteht
1703 bis 1704 tobte der spanische Erbfolgekrieg. Es hielten sich viele Österreicher hier auf und plünderten und raubten aus der Ortschaft und dem zu Geisenfeld gehörenden Klosterhof sämtliches Vieh, so dass die bereits geschnittene Ernte von den Bauern per Hand nach Hause getragen werden musste. In dieser Zeit entstand auch das Ernsgadener Hosenschießen, dass vom Schützenverein "Eichenlaub" vor einiger Zeit anlässlich des Laurenzimarktes wieder entdeckt wurde. Beim Wiederaufbau des Ortes wurde die Burgruine vollends abgetragen um Baumaterial für die Bauernhäuser zu haben.

Die Weltkriege
Im Ersten Weltkrieg 1914 bis 1918 waren nahezu alle wehrfähigen Männer von Ernsgaden eingezogen. 17 sind gefallen, 4 wurden vermisst und kehrten nicht mehr zurück. Im Zweiten Weltkrieg sind 23 Menschen gefallen und 15 wurden vermisst gemeldet.

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