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Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: rathaus@ernsgaden.de  |  Online: http://www.ernsgaden.de

Der Feilenforst und die Jagd

Eine Siedlung am Rande des Auwalds
Ernsgaden ist seit jeher geprägt von der Lage am Feilenforst und der Jagd. Ursprünglich ein Urwald, wurde ab dem 11. Jahrhundert der Waldrand stellenweise bewirtschaftet. Es folgten Rodungen, um die Bauernhäuser erstellen zu können. Bis zur Säkularisation im Jahr 1803 war der Forst im Besitz des Klosters Geisenfeld.

Ein gutes Jagdrevier
Der Feilenforst war schon immer neben dem Dürnbucher, dem Köschinger und dem Kelheimer Forst ein lohnendes Jagdrevier. Teilweise waren in Ernsgaden zwei Jäger beschäftigt. Ihr Sitz war das Jägerhaus, an dessen Stelle heute das Gasthaus "Zum Jägerwirt" steht (erbaut ca. 1760). Mit der Säkularisation im Jahr 1803 wurde auch das Jagdrecht verweltlicht". Es gab zahlreiche jagdbare Tiere im Feilenforst.

Die Chronik berichtet von Auerochsen, Elchen, Wildpferden, Flußadlern, Adlern, Uhus und Eulen, Auerhähnen, Wildenten und zahllose Wasservögeln. Sogar Geier sollen Beute der Jäger geworden sein. Singvögel wurden gefangen und von den Klosterjägern an das Kuchelamt des Klosters Geisenfeld abgeliefert. Selbstverständlich gab es edles Wild, wie in zahlreichen fürstlichen Jagdberichten dokumentiert ist. Herzog Wilhelm II, 1545: "Von Ingolstadt her hat mein Herr die Jagd getan und geschossen: 8 große Hirsche, 1 Achtzehner, 1 Sechszehner, 1 Zwölfer und ein Zehner". Eine Jagdliste aus dem Jahr 1545: "33 Hirsche, 6 Wildschweine, 2 Kälber, 3 Rehe, 2 Schweine, 1 Frischling, 2 Hasen".

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