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LEADER-Projekt für das Feilenmoos

LEADER-Projektworkshop: Gemeinsames Vorgehen für die Seenplatte Feilenmoos und zwei weitere mögliche Startprojekte
LEADER Projekt-Workshop Geisenfeld

Innovative Ansätze und eine koordinierte Vorgehensweise, wie die unterschiedlichen Nutzungsinteressen der „Seenplatte Feilenmoos“ im Norden des Landkreises Pfaffenhofen a.d.Ilm für die Freizeitnutzung, den Naturschutz und die Rohstoffgewinnung gemeinsam weiter entwickelt werden können, wurden am 22. Oktober im Rathaus der Stadt Geisenfeld erarbeitet.

Über 40 Bürgerinnen und Bürger setzten sich in einem Workshop mit den Freizeit- und Tourismuspotentialen der Baggerseen sowie der Entwicklung als Radlregion und dem zukünftigen Tourismusmanagement der landkreisübergreifenden Hallertauregion auseinander. Alle drei Themen wurden als mögliche Startprojekte identifiziert, die im nächsten und übernächsten Jahr mit Hilfe des europäischen LEADER-Förderprogramms umgesetzt werden könnten. „Vieles ist heute schon sehr konkret geworden“, freuten sich Landrat Martin Wolf und Bürgermeister Christian Staudter ergänzte: „Im Feilenmoosprojekt müssen Unternehmer, Politik und Bürgerschaft mithelfen, dass es gelingt“.

Ernsgadens Bürgermeister Karl Huber wies darauf hin, dass es für das Feilenmoos bereits rechtkräftige Bebauungspläne gibt, die aufgrund der Erkenntnnisse des so genannten Schaller-Gutachtens entstanden sind. Bei der Entwicklung des Feilenmooses müssten sich "alle an einen Tisch setzen", nicht nur die Kiesunternehmer und die Kommunen, sondern auch die sonstigen Nutzer und Fachbehörden wie Fischer, Jäger, Landwirte sowie das Wasserwirtschaftsamt und die Bundeswehr- und die Fortsverwaltung.

Zunächst gilt es aber, die Gründung des Regionalentwicklungsvereins „Lokale Aktionsgruppe Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm (LAG)“ am Mittwoch, 5. November 2014 um 19:30 Uhr im Mehrzweckraum der Georg-Hipp-Realschule Pfaffenhofen erfolgreich auf den Weg zu bringen. Der Verein wird dafür Sorge tragen, dass die Ziele der Lokalen Entwicklungsstrategie, die gerade mit den Bürgerveranstaltungen erarbeitet wird, erreicht werden. Neben den Kommunen können und sollen deshalb auch Einzelpersonen, Vereine und Verbände sowie Wirtschaftsunternehmen Mitglied werden.

Feilenmoos: Arbeitsgemeinschaft und „Seen-Manager“

Weil erste Kiesweiher im Feilenmoos nicht nur verpachtet, sondern bereits verkauft, teilweise abgesperrt und dadurch nicht mehr öffentlich nutzbar sind, muss jetzt gemeinschaftlich gehandelt werden. Konkret soll eine Arbeitsgemeinschaft „Seenplatte Feilenmoos“ gegründet werden, die aus den Kiesunternehmen, den Kommunen, dem Landkreis, interessierten Bürgern und Interessenvertreter von Landwirtschaft, Jagd, Fischerei, Naturschutz, Wasserwirtschaft besteht. Auch die zur Zeit laufende Stadt-Umland-Kooperation Ingolstadt – Manching – Geimersheim – Großmehring – Neuburg an der Donau und die Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V. sollen bei dem Vorhaben mit eingebunden werden. Träger könnte die Stadt Geisenfeld sein, Bürgermeister Staudter will sich dazu die Zustimmung des Stadtrates einholen.

In der Weiterentwicklung könne eine Art Zweckverband oder auch eine GmbH gebildet werden, damit auch die Refinanzierung ermöglicht werden kann. Als sinnvoll wird die Einrichtung eines „Seen-Managers“ erachtet, der als ständiger Ansprechpartner zur Verfügung steht und dafür sorgt, dass erste konkrete Maßnahmen zu einer nachhaltigen Entwicklung des Gebietes umgesetzt werden können. Wie solche Maßnahmen aussehen, soll in einem nachhaltigen Konzept dargestellt werden.

Herr Dr. Lazar vom Kieswerk Reisinger hat dazu schon erste Überlegungen vorgestellt. Sein Vorschlag sieht eine räumliche Trennung in Freizeitaktivitäten westlich des Moosgrabens, in einen Naturschutz- und Rückzugsbereich für seltene Tiere östlich des Moosgrabens und daran angrenzend eine räumlich und zeitlich begrenzte Rohstoffgewinnung vor. Für den Freizeitbereich schlägt er beispielsweise Wander- und Lehrpfade, einen Bewegungspark, Natur-Camping, schwimmende Plattformen, einen Seehafen, Surfmöglichkeiten, Informationspunkte und eine Ausstellung zur Geschichte der ehemaligen Mooraue (von der Landwirtschaft über den Kiesabbau zur Freizeitnutzung) vor. Auch die Nutzung erneuerbarer Energie über Photovoltaik und E-Tankstellen könnte zum Einsatz kommen. Die räumliche Trennung entspricht auch den Vorstellungen des ebenfalls anwesenden Kiesunternehmers Braun, der sich ebenfalls einbringen will.

Als weitere Ideen wurden ein ökologisches Bildungs- und Freizeitzentrum, „Plätze für die Jugend“ und verstärkte Bemühungen um touristische Gäste aufgenommen. Denn in erster Linie sollte die weitere Entwicklung des Feilenmoos aber der Landkreisbevölkerung dienen. Den großen Arbeitgebern im Umkreis von Ingolstadt komme dies zu Gute und helfe, ein attraktives Lebens- und Freizeitumfeld zu schaffen.

Radl-Region Landkreis Pfaffenhofen

Für das nächste mögliche Startprojekt, die Entwicklung als Radl-Region, konnte Frau Trzcinski von dem Kommunalunternehmen Strukturentwicklung (KUS) Grundlagen vorstellen. Notwendig sei die Quervernetzung der bestehenden Nord-Südachsen, damit die Kommunen noch besser angebunden werden. Auch die Ausschilderung der Wege und der Unterwegsziele (Attraktionen, Gastronomie) sowie die Erlebbarkeit entlang der Strecken müsse verbessert werden. Themenwege zu Hopfen und Spargel könnten eingerichtet bzw. ausgebaut werden. Das KUS würde als Träger für das Projekt zur Verfügung stehen und eine Digitalisierung der Routen in Angriff nehmen. Wichtig sei vorab eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Wege mit Untersuchung der Qualitätsniveaus, die mit Unterstützung des ADFC vorgenommen werden solle. Parallel dazu könnte eine Mängelmeldung installiert werden. Auch sollen Erkundungen zu Fahrradwegen mit fehlendem Lückenschluss zwischen zwei Radwegen erfolgen, z.B. beim S-Bahn-Anschluss Petershausen. Dort ließen sich noch mehr Ausflügler von München in die Region locken und das Mobilitätsangebot für die Pendler verbessern, lauteten weitere Ideen.

Touristische Infrastruktur im Hopfenland Hallertau

Um eine Professionalisierung der touristischen Infrastruktur im Hopfenland Hallertau und eine Vernetzung der zersplitterten Tourismusstruktur durch Aufbau einer professionellen Organisationsstruktur für die vier Landkreise Freising, Landshut, Kelheim und Pfaffenhofen a.d.Ilm. geht es dem dritten möglichen Startprojekt, das Frau Köstler-Hösl vom Landratsamt vorstellen konnte. Aufgrund der räumlichen Ausdehnung ist es als Kooperationsprojekt geplant und soll federführend von der Lokalen Aktionsgruppe Kelheim betreut werden. Neben der Einrichtung einer Kooperationsstelle ist auch die Konzeption, Koordination und Realisierung von touristischen Projekten vorgesehen.

Weitere Workshops

Vor der LAG-Gründungsversammlung für den Landkreis Pfaffenhofen sind noch zwei weitere Projektworkshops geplant. Sie starten nächsten Montag, den 27. Oktober um 19:30 Uhr jeweils im Landratsamt zu den Themen „Landwirtschaft, Naturschutz, Umwelt und Flächenmanagement“ sowie „Wirtschaft“.

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