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Ernsgaden, 8. Januar 2013

Ernsgadener Bauerntehater in Top-Form: „Da Himme wart´ ned“ ist eine „Geist“-reiche Komödie mit hohem Unterhaltungswert

Einladung Auftritt Faschingsgarden Geisenfeld (Neuer Termin!)

Für einen heiteren Premierenabend im ausverkauften Riedmeier-Saal sorgte das Ernsgadener Bauerntheater mit der Komödie „Da Himme wart ned“.

Ein gutes Händchen bei der Besetzung der einzelnen Rollen bewies einmal mehr wieder Regisseurin Brigitte Schleibinger: Als stehe er schon seit Jahren auf der Bühne, so routiniert feierte Daniel Gmeiner, als Schreinergeselle Emmeran seinen Einstand auf den Ernsgadener Theaterbrettern. Dass die „gute Mischung“ des Ensembles absolut passt und gut harmoniert beweisen auch die beiden „Geister“, Michael Kaczmarek und vor allem Claus Schmid mit seinen bereits 30 Jahren Bühnenerfahrung.

Den beiden „Frontmännern“ zuzuschauen war für die Zuschauer ein reines Vergnügen, wobei sich die beiden die Pointen gegenseitig zuwarfen und sich herrlich ergänzten. Auch alle anderen Laienspieler lebten ihre Rollen perfekt in Darstellung, Mimik und Gestik aus. Eine Freude beim Zuschauen war Stephanie Stempfhuber als esoterisch angehauchte Haushälterin Finni. Sie bewies einmal mehr ihr Talent und ihren Spielwitz. Wahre Lachsalven erntete sie zusammen mit Daniel Gmeiner für ihre Kontaktaufnahme zu den beiden „Geistern“ im Jenseits. Aber auch Erika Schwenderling, ein „alter Hase“ auf der Bühne, bewies als Schnapsdrossel Resi, dass sie jede Rolle spielen kann und an so manchen „Leberwurscht-Tag“ ein Glaserl Himbeergeist anstatt einem richtigen „Geist“ bevorzugt. Gierig, heuchlerisch und gerissen agierten die „mittelschiache“ Sabine Schmelzer und Daniel Hamberger als Ehepaar Froschmeier, die von der Ernsgadener Theaterbühne gar nicht mehr wegzudenken sind. Den einfühlsamsten Part der acht Akteure hatte Katrin Kersting als Bömmerls Tochter Anna zu bestreiten, die perfekt ihre Rolle als trauernde Tochter und mit Geldsorgen geplagte Hinterbliebene umsetzte. Aber auch die „guten Geister“ hinter der Bühne, mit Angelika Schmid als Souffleuse und Alexander Schwenderling als Bühnenbauer und zuständig für Ton und Technik sorgten trotz einer kleinen Mikro-Panne für einen gelungenen Premierenabend.

Doch nun zur Handlung: Der Polizeibeamte Stelzl (Michael Kaczmarek) steht an der himmlischen Pforte als ihn eine göttliche Stimme (Christa Schmidt) davon in Kenntnis setzt, dass er mit einem „Spezialauftrag“ den verstorbenen Schreinermeister Bömmerl (Claus Schmid) in den Himmel holen muss. Erfreut über den „leichten Spaziergang“ macht er sich auf den Weg hinunter. Der Auftrag erweist sich stündlich schwieriger als gedacht; denn schnell merkt Stelzl, dass Bömmerl ein ziemlicher Sturkopf ist. Der Schreinermeister will unbedingt vor seinem Einzug ins Paradies die Dinge auf Erden geregelt haben. Gerne hätt er sich noch von seiner Tochter Anna (Katrin Kersting) verabschiedet. Als „Geist“ kann er jedoch weder gesehen noch gehört werden und somit auch nicht –zur Freude des Publikums – ins Geschehen eingreifen. Außerdem platzt zur Beerdigung die schmarotzende Verwandtschaft ins Haus, die sich wie die Geier auf ein lukratives Erbe stürzt. Schreinermeister Bömmerl hatte kurz vor seinem Tod im Lotto gewonnen - eine sensationelle Nachricht, von der seine verzweifelte Tochter nichts ahnt, wohl aber der habgierige Vetter Froschmeier samt Ehefrau (Daniel Hamberger und Sabine Schmelzer).

In diesen schicksalhaften Stunden müssen die unsichtbaren Geister der beiden Verstorbenen den Intrigen im Wohnzimmer des Bömmerl hilflos zuschauen wie die Jacke mit dem Lottoschein zwischen Türhaken und Altkleidersammlung hin und her wandert, ohne die Chance eingreifen zu können. Doch die Rettung naht in Gestalt der Schellnberger Resi (Erika Schwenderling), einer Schnapsdrossel, die kräftig einem anderen Geist zuspricht: dem Himbeergeist. Und noch jemand glaubt an Geister: die Haushälterin Finni (Stephanie Stempfhuber), glühende Verehrerin vom Schreinergesellen Emmeran (Daniel Gmeiner), der aber den mystischen Schwärmereien keinen Glauben schenkt. Dass sich das Finale zur Geisterstunde abspielt, liegt angesichts der geistreichen Komödie auf der Hand. Sie lässt es außerdem zur Freude des Publikums zum Happy End kräftig spuken, der Lottogewinn kommt in die richtigen Hände und Bömmerl kann „spirituell“ über Resi von seiner Tochter Abschied nehmen um dann endlich mit seinem „Geister-Kumpel“ Stelzl den Weg ins Paradies anzutreten. 

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