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Ernsgaden, 27. November 2013

Ernsgaden hat jetzt ein Energiekonzept

Ernsgaden hat jetzt ein Energiekonzept
(v.l.n.r.): Peter Keller (Green City Energy AG), Nina Hehn (KlimaCom eG), Susanne Lehner (Amt für Ländliche Entwicklung), Angelika Hegele (Vorsitzende Dorferneuerung), 1. Bürgermeister Karl Huber und Rolf Meindl (Amt für Ländliche Entwicklung).

Das  Energiekonzept der Gemeinde Ernsgaden wurde kürzlich von Peter Keller (Green City Energy AG) und Nina Hehn (KlimaCom) im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgestellt. Bürgermeister Karl Huber konnte dazu neben Mitgliedern des Gemeinderats, des Arbeitskreises Energie  und zahlreiche Gemeindebürgern auch Rolf Meindl, Susanne Lehner und Angelika Hegele vom Amt für ländlichen Entwicklung in München begrüßen. Ein besonderes Merkmal der Entstehungsgeschichte sei die intensive Bürgerbeteiligung beim Zustandekommen des Konzepts gewesen, so Huber.

Wie sich aus dem umfangreichen Gutachten ergibt, beziehen sich 75 % des Gesamtenergieverbrauchs auf die Wärme (Heizungen) und 25 % auf den Strom. Bei der Wärmeerzeugung werden bereits über 100 Wärmepumpen eingesetzt, bei der Stromproduktion sind 66 Photovoltaikanlagen in Betrieb, die 16 % des Strombedarfs erzeugen.

Bei den Heizungen wird zur Erreichung der Ziele der Energiewende vorgeschlagen, die Solarthermie (Solaranlagen zur Warmwassererzeugung ) und den Einsatz von Wärmepumpen deutlich auszubauen und vorhandene einsparungspotentiale zu nutzen. In Ernsgaden gebe es eine Vielzahl von älteren Gebäuden, die  in energetischer Hinsicht  sanierungsbedürftig sind, so der Referent Peter Keller.  Anhand einer Wärmedichtekarte wurde erläutert, in welchen Bereichen des Gemeindegebiets wie viel Energie verbraucht wird. Die ermittelten Daten können künftig bei verschiedenen Verfahren, u.a. bei der Aufstellung von Bebauungsplänen und bei der Dorferneuerung verwendet werden.

Die Energiewendeziele beim Strom gehen in die Richtung, die Bevölkerung intensiv zur Verbrauchsreduzierung zu animieren, die Effizienz der Straßenbeleuchtung zu erhöhen und den Ausbau der Photovoltaik zu fördern.

Es wurde vorgeschlagen, "jetzt nicht stehen zu bleiben", sondern zur Umsetzung der Energieziele auf der Basis des Konzepts einen "Runden Tisch" einzurichten. In diesem Gremium sollten der Gemeinderat, der Arbeitskreis Energie, das Amt für ländliche Entwicklung, die Dorferneuerung und die Gemeindeverwaltung vertreten sein. Bürgermeister Karl Huber betonte, dass es dabei Vorfällen darum geht, möglichst klare Projekte zu beschreiben und zu klären, welche Fördermittel es bei konkreten Maßnahmen sowohl für private Massnahme als auch für öffentliche Vorhaben der Gemeinde gibt.

Bei der Diskussion wurde bemängelt, dass der Staat zwar die Energiewende propagiert, aber zu wenig finanzielle Anreize gibt oder diese schon wieder zurückfährt, z. B. bei der Gebäudesanierung oder bei der Erzeugung erneuerbarer Energien (Stichwort: Photovoltaik). Aus dem Kreis der Versammlung wünschte man sich mehr Hinweise und Beratung auf Zuschussmöglichkeiten. Ob und wenn ja in welchem Umfang sich die Gemeinde bei dem Thema finanziell engagieren wird, ließ Bürgermeister Karl Huber offen. Darüber wird es bestimmt noch eine Diskussion im Gemeinderat geben.

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