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Ernsgaden, 7. Januar 2014.

Die Malefiz-Ratschn begeistert Publikum

Malefiz-Ratschn
Foto: Recht turbulent ging es auf der Ernsgadener Theaterbrettern bei der „Malefiz-Ratschn“ zu, wobei die Zuschauer die heiteren Szenen immer wieder mit viel Applaus dankten. (Foto: Huber)

Egal ob bei den Starkbierfesten oder Theateraufführungen: Wenn das Ernsgadener Bauerntheater zu ihren  Aufführungen einlädt, dann folgen ihnen die Zuschauer in Scharen und verbringen einen genüsslichen Abend.  Auch in diesem Jahr brauchten sie ihr Kommen zur ausverkauften Premiere des Dreiakters „A so a Malefiz-Ratschn“ nicht bereuen und wurden von den Laienschauspielern mit bester „Theaterkost“ versorgt. Regisseurin Brigitte Schleibinger versprach dem Publikum ein paar angenehme und heitere Stunden, wobei sich das Publikum mit viel Szenenapplaus und heiteren Lachsalven auch bedankte.

Wenn Frauen nach Neuigkeiten gieren, dann gehen sie meist ziemlich raffiniert zu Werke. Nicht anders als bei den beiden „Ratschweibern“, der resoluten Haushälterin „Kathl“ (herrlich mit ihrer kraftvollen Ausdrucksweise verkörpert von Steffi Stempfhuber) und der Bürgermeisterfrau „Rosl“ (hier ist Erika Schwenderling routiniert in ihrer hervorragenden Mimik und Gestik in ihrer Rolle aufgegangen), die dem vermeintlichem „Gspusi“ des  Bauern „Bertl“ aufgrund eines heimlichen Liebesbriefes auf der Spur sind. Ratsch und Tratsch wird dabei im ganzen Ort samt Frauenbund verbreitet.   Die beiden haben jedoch nicht mit der Schlitzohrigkeit des Bauern „Bertl“ (Michael Kaczmarek in der Hauptrolle wie er „leibt und lebt“, hat „seine“ Bühne perfekt im Griff) gerechnet. Er durchschaut das Vorhaben der beiden „Malefiz-Ratsch´n“ und führt diese zusammen mit seinem Sohn  „Peter“ (bestens interpretiert von Daniel Gmeiner, als würde der Neuling bereits viele Jahre auf den Theaterbrettern stehen) mit einem aufgegebenen Inserat über einen Millionenkauf eines Hofes in die Irre.  Was niemand außer den beiden weiß: Der vermeintlich Hofkauf ist natürlich nicht für den Bauern  selbst oder dessen „G´spusi“ gedacht, sondern für die Schwester „Fanny“ (bis ins letzte Detail perfekt in Wort und Bild verkörpert Katrin Kersting die „Lady aus Amerika“) gedacht. Diese kehrt nach über 30 Jahren wieder zurück nach Bayern.

Das Inserat bringt natürlich dem cholerischen Bürgermeister „Ignaz“ (eine überaus beachtenswerte  Leistung von Alexander Schwenderling, der für den erkrankten Claus Schmid diese Rolle innerhalb von nur drei Wochen perfekt in Szene setzte) wieder auf den Plan.  Nachdem dieser dem „Peter“ noch mit einer Mistgabel drohte, sich von seiner Tochter fern zu halten, kam nun aufgrund des plötzlichen „Reichtums“ des Wildmoser-Bauern die Wende: Nun hat natürlich der Bürgermeister nichts mehr gegen eine Ehe seiner Tochter „Regerl“ (einfühlsam und charaktervoll verinnerlichte hier Sabine Schmelzer ihren Part) mit dem charmanten „Peter“ einzuwenden.  Das „Regerl“ musste aber noch dem versprochenen, tollpatschigen „Hasslinger Vinzenz“ (beim begeisterten Auftritt von Daniel Hamberger blieb kein Auge im Saal trocken, besser kann man die Rolle nicht interpretieren) abgefunden werden, was der Bürgermeister auch prompt mit ein paar Tausend Mark zu Ende führt.  Der hinterlistige Wildmoser-Bauer schließt noch schnell mit dem „Regerl“ und seinem „Peter“ einen Pakt und schon konnten sie die Mitgift - zum Leidwesen des Bürgermeisters - für das „Regerl“ auf 500 000 Mark in die Höhe treiben. Erst jetzt lösen der Bauer und seine inzwischen aus Amerika eingetroffene Schwester das Verwirrspiel zum Wohlwollen aller Beteiligten und es kommt – wie soll es anders sein – zum alliebenden Happy-End.

Mit viel schauspielerischen Talent, lustigen Monologen sowie überaus würzigen Dialogen begeisterten die acht Laienspieler um Regisseurin Brigitte Schleibinger das Publikum. Für hervorragende Gestik und Mimik ernteten sie immer wieder heitere Lacher und viel Zwischenapplaus. Wer jetzt Lust auf das Stück bekommen hat, der muss leider enttäuscht werden. Alle weiteren Aufführungen der „Malefiz-Ratschn“ sind ausverkauft.

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