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Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: rathaus@ernsgaden.de  |  Online: http://www.ernsgaden.de

Aus der Bürgerversammlung

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Für die geplante Seniorenwohnanlage in Ernsgaden gibt es bereits etliche Interessenten. Darüber hat Bürgermeister Karl Huber kürzlich die rund 70 Besucher der Bürgerversammlung informiert. Weitere Themen waren unter anderem der stockende Breitbandausbau, das neue Baugebiet "An der Hochstraße" und der künftige Umgang mit der staatlichen Vorgabe zum Flächensparen.

Was das neue Baugebiet angeht, so wird die Erschließung im Laufe des Jahres ausgeführt, und im Herbst sollen dann die weiteren Baugrundstücke zur Verfügung stehen. Die Gemeinde wird einige davon im Rahmen des Baulandmodells verkaufen. Es ist auch beabsichtigt, dort einen weiteren, zweiten Bauabschnitt zu verwirklichen.

Infolge des staatlichen Appells zum Flächensparen wird sich die weitere Ausweisung von Baugebieten schwieriger gestalten als bisher. Die Frage sei, ob man dann nicht "in die Höhe baut", also drei Vollgeschosse statt bisher zwei in den Bebauungsplänen zulässt. Man muss hier wohl neue Wege wagen, sonst wird sich die Situation wegen der fehlenden Wohnungen und der steigenden Mietpreise noch verschlimmern.

Zur Errichtung und finanziellen Förderung der barrierefreie Wohnanlage gibt es inm Prinzip "grünes Licht". Die Gemeinde wird die weiteren Vorbereitungsarbeiten für die Baumaßnahme treffen, die im Herbst anlaufen soll. Für die Hälfte der 11 Wohnungen gibtes bereits Interessenten, die sich auf einer Liste vormerken haben lassen.

Intensiv befasst hat sich die Gemeinde Ernsgaden im vergangenen Jahr auch mit dem Breitbandausbau. Hier wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt, wie die Gemeinde zu einem Glasfasernetz, das alle Haushalte bedient, kommen könnte. Das Hauptproblem ist es in diesem Zusammenhang, dass Ernsgaden nach den bisherigen Förderrichtlinien mit einer Übertragungsrate von bis zu 100 MB pro Sekunde als gut erschlossen gilt. Die Gemeinde hier derzeit keinen Zuschuss. Da der weitere Breitbandausbau mindestens 2,5 Millionen Euro kostet, ist die Gemeinde entweder auf eine Verwirklichung durch die Telekom im Eigenausbau oder auf finanzielle Zuweisungen des Bundes und des Freistaats Bayern angewiesen. ieser Ausbau sei für die Zukunft unverzichtbar, der Staat darf hier die Kommunen nicht im Regen stehen lassen, so der Bürgermeister. Man könne auf der einen Seite nicht ständig von den Herausforderungen der Digitalisierung sprechen und dann von höherer Stelle zu wenig dafür tun. Beim künftigen Mobilfunknetz nach dem Standard 5G wird man wesentlich mehr Sender brauchen, so die Mitteilung in der Bürgerversammlung.


Aus der Bürgerversammlung kurz berichtet


Dorfgemeinschaftshaus

Das Dorfgemeinschaftshaus wurde im Jahr 2018 in Betrieb genommen und ist bereits vielfach genutzt, zum Beispiel Kinder– und Jugendveranstaltungen, von den Senioren und der Volkshochschule. Auch der Gemeinderat hat darin schon getagt. Zusammen mit den Außenanlagen und der neu geschaffenen Fußwegverbindung zwischen der Hauptstraße und der Graf-Ernest-Straße ist das neue Gebäude eine attraktive Bereicherung der Ortsmitte.

Baugebiet Mittergret IV
im Baugebiet Mittergret IV konnten 18 weitere Baugrundstücke zur Verfügung gestellt werden. Zehn von diesen Grundstücken wurden von der Gemeinde ernst gaben im Rahmen des Standardmodells verkauft. Auf einigen Bauparzellen wurde bereits mit dem Bau von Häusern begonnen. Dies ist ein weiterer wichtiger Beitrag der Gemeinde ernst gaben, damit Familien ein Eigenheim schaffen können. Am Rand des gesamten Baugebiets Mittergret I-IV wurden mittlerweile umfangreiche Pflanzmaßnahmen durchgeführt.

Baugebiet "An der Hochstraße"
Beim Baugebiet "An der Hochstraße" ist der Bebauungsplan rechtskräftig. Im Laufe des Jahres 2019 soll mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden. Voraussichtlich Ende des Jahres stehen dann 17 weitere Bauplätze zur Verfügung.

Kanal
Ein weiterer Schwerpunkt war im Jahr 2018 das Kanalsystem. Die Vakuumsstation am Badweiher wurde für rund 350.000 € vollständig saniert. Nach der Errichtung der Kanalstation Knodorf im Jahr 2017 war dies ein weiterer wichtiger Schritt zur Sicherung der Entsorgungssituation. Im Jahr 2018 steht beim Kanal der Finanzierungsbeitrag in Höhe von rund 500.000 € für die Sanierung der Kläranlage Vohburg an, in die das Ernsgadener Abwasser eingeleitet wird. Ferner ist eine Leitungsverlegung zwischen Ernsgaden und Vohburg bei Rockolding geplant. Wenn alle Investitionen zur Sanierung des Kanalnetzes und der dazugehörigen Einrichtungen einschließlich der Kläranlage Vohburg abgeschlossen sind, werden die insgesamt angefallenen Ausgaben umgelegt, da es sich beim Kanal um eine sog. kostenrechnende Einrichtung handelt. Welcher Verteilungsmaßstab dabei angewendet wird (Umlegung auf Grundstückseigentümer oder Gebührenzahler) ist noch nicht entschieden.

Schule, Kindergarten, Kinderkrippe
Aufgrund der steigenden Kinderzahlen sind sowohl die Schule, als auch der Kindergarten und die Kinderkrippe gut ausgelastet. Die Schule wird derzeit von 125 Kindern besucht, der Kindergarten betreut derzeit 95 Kinder und in der Kinderkrippe werden zur Zeit 24 Kinder versorgt.

Ferienpass
Die Ferienpassaktion war im Jahr 2018 mit rund 40 Veranstaltungen wieder sehr erfolgreich. Auch in diesem Jahr wird es wieder entsprechende Veranstaltungen ergeben. Die Planungen dafür laufen bereits.

Senioren
Im Rahmen der Seniorenarbeit hat sich der Seniorentreff auch im Dorfgemeinschaftshaus sehr gut entwickelt. Der große Raum im Erdgeschoss ist für die Veranstaltungen des engagierten Seniorenteams sehr gut geeignet. Demnächst gibt es eine Umfrage bei der Generation " Ü 60", um auf deren Bedürfnisse noch genauer eingehen zu können.

Feuerwehr
Die Feuerwehr ist nach wie vor hoch motiviert und bestens ausgebildet. Wie wichtig die Feuerwehr ist, sieht man stets bei Bränden, Unfällen, bei der Notwendigkeit von technischer Hilfeleistung oder jetzt bei der Schneekatastrophe im Oberland. Im Hinblick auf den zunehmenden Verkehr, die Technisierung der Gesellschaft und den Klimawandel werden die Dienste der Freiwilligen Feuerwehr auch in Zukunft bedeutend sein. Im Jahr 2018 gab es 39 Einsätze mit insgesamt 1000 Einsatzstunden und ferner 1100 Übungsstunden. Derzeit gibt es in der Ernsgadener Wehr 47 aktive Dienstleistende, davon vier Frauen, ferner 12 Jugendfeuerwehranwärter, davon drei Mädchen. An Funktionen sind im Einsatz: drei Zugführer, 13 Gruppenführer, 19 Atemschutzgeräteträger, 17 Maschinisten, 13 Sanitätshelfer, Rettungssanitäter und Rettungsassistenten.

Bauhof
Die Zusammenarbeit der Bauhöfe Geisenfeld und Ernsgaden (im Jahr 2018 begonnen) hat sich bewährt. Damit ist die Quantität und Qualität der Dienstleistungen in diesem Bereich deutlich gestiegen. Hilfreich ist das insbesondere bei der Betreuung der gemeindlichen Anlagen (Schule, Kindergarten, Kinderkrippe, Kinderspielplätze, Grünpflege, Straßenunterhalt, Pflege der Sickerbecken usw.). Der Bauhof übernimmt auch alle Hausmeisterarbeiten an den Gebäuden und Liegenschaften.

Straßen
Der Gemeinderat hat sich mit der Verkehrsführung am Schnittpunkt der Kreisstraßen PAF 14 und PAF 17 befasst. Dazu gibt es einen Antrag an den Landkreis, ob beim Kriegerdenkmal die Verkehrsführung über einen Kreisel geregelt werden kann. Ein Hauptproblem in diesem Zusammenhang ist nicht der Quellverkehr der Bevölkerung von Ernsgaden, sondern der Durchgangsverkehr, vor allem von Lastkraftwagen. Die Ortsdurchfahrt der Gemeinde ernst gaben ist mittlerweile eine Lkw-Maut-Vermeidungsstrecke parallel zur Autobahn A9. Viele LKWs kommen über die Staatsstraße 2232 von Pfaffenhofen, von der B 300 aus Geisenfeld und fahren weiter Richtung Großmehring, Kösching (Interpark) und Ingolstadt.
Die Sanierung der Entwässerung an der Kreisstraße PAF 14 beginnt im Frühjahr. In diesem Zusammenhang werden die Entwässerungsrinnen ausgebaut, neue bewertet und wieder eingebaut.
In verschiedenen Straßen, unter anderem an der oberen Hauptstraße gibt es Probleme mit zum Teil länger oder immer am Straßenrand abgestellten Fahrzeugen. Diese gehören eigentlich auf die Stellplätze der anliegenden Privatgrundstücke. Hier werden im Einzelfall Regelungen getroffen (zum-Beispiel Parkverbote), um die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten.

Sanierung des Bad-Weihers
die Nord Lockerung und Erweiterung des Badmeyers ist eine Maßnahme zur Erhaltung der Wasserqualität. Dabei geht es nicht um Kiesabbau, sondern um die Erhaltung des Fischwassers und der Unterstützung des Fischervereins. Die rechtlichen Voraussetzungen für die Maßnahme sind bisher noch nicht erfüllt. Der Regionalplan wurde diesbezüglich noch nicht geändert.

Lärmschutz an der Bahn
Die Lärmschutzplanung der Bahn wurde im Frühjahr 2018 fortgeschrieben. Ernsgaden ist an der Bahnlinie Ingolstadt – Regensburg Teil der Planung, um einen verbesserten Lärmschutz zu bekommen. Die Gemeinde ist in der langfristigen Planung der Bahn enthalten.

Leinenpflicht für Hunde
das Thema Leinenpflicht für Hunde wurde vom Gemeinderat bereits mehrmals diskutiert. Allerdings kann, wie von verschiedenen Seiten gefordert, nicht das gesamte Gemeindegebiet mit einem Leinenzwang belegt werden. Eine sprechende Verordnung würde auch nicht alle öffentlichen Anlagen, Straßen, Wege und Plätze der Gemeinde umfassen. Die Gemeinde kann zwar das frei umher laufen der Hunde einschränken, jedoch nicht ganz verbieten. Insofern ist im Gemeinderat noch eine entsprechende Meinungsbildung und eine rechtliche Absicherung erforderlich.
Die Gemeinde appelliert insgesamt nochmals an alle Hundebesitzer, beim freien Laufenlassen von Hunden zu bedenken, dass es Menschen gibt, die vor und nach Angst haben. Ferner sollte im Sinne der öffentlichen Hygiene Hundekot an öffentlichen und privaten Grundstücken sowie insbesondere an Kinderspielplätzen von den Hundebesitzern mitgenommen werden.

Wertstoffhof
Der Wertstoffhof ist eine wichtige Abfall- und Wertstoffsammelstelle. Er hat sich in all den Jahren seiner Einrichtung bestens bewährt und wird nicht nur von der Ertrag einer Bevölkerung, sondern auch von den umliegenden Orten gut angenommen. Die Kosten dafür trägt der Landkreis Pfaffenhofen im Rahmen seiner Zuständigkeit für die Abfallwirtschaft.

Gemeinderat/Statistik
Der Gemeinderat traf sich im Jahr 2018 zu elf Sitzungen. Dabei wurden rund 186 Tagesordnungspunkte behandelt, davon rund 113 öffentlich und 73 nicht öffentlich.
Einwohner mit Hauptwohnsitz: 1690 (Vorjahr 1648); Eheschließungen: drei (Vorjahr: 10); Geburten: 20 (Vorjahr: 19); Sterbefälle: 11 (Vorjahr: 20)

Finanzen
Trotz großer Investitionen steht die Gemeinde finanziell gut da und ist nach wie vor schuldenfrei. Die allgemeine Rücklage zum 31.12.2018 beträgt 1,4 Mio. €.

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