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Furiose „G´spenstermacher“

Gespenstermacher 2
In den Hauptrollen glänzten Alexander Schwenderling (lins) und Michael Kaczmarek

Sechs heitere Theaterabende bot das Bauerntheater mit dem Stück den Gästen „G´spenstermacher“ im Landgasthof Riedmeier in Ernsgaden. In dem lustig-makaberen Schwank aus der Feder von Ralph Wallner zeigte sich schnell, dass Regisseur Hans Schmid die Rollenwahl perfekt gelungen war. Gekonnt setzte er die einzelnen Laienspieler in dem kurzweiligen Dreiakter mit lustigen Dialogen, deftigen bayerischen Ausdrücken und unerwarteten Pointen in Szene. Die ausgewogene Besetzung und das perfekte Bühnenbild gaben ein harmonisches Ganzes.

Gespenstermacher

Schauplatz des Theaterstücks war die bäuerliche Wirtsstube der resoluten Moorwirtin Rosa (Katrin Kersting). Sie scheute es auch nicht den wenig gern gesehenen Gästen, der kartenlegenden und nach „Schweinsbraten mit Knöd´l und Kraut“ verrückten Philomena (Sabine Schmelzer) und den beiden schrulligen Totengräbern Schippe (Michael Kaczmarek) und Schaufe (Alexander Schwenderling) kräftig die Leviten zu lesen. Dabei ergaben sich herrliche Dialoge, die den gut aufgelegten Schauspielern viel Szenenapplaus brachten.

Gespenster 3

Der begehrte Knecht Leo (Daniel Gmeiner) gab den beiden Nachhilfe und es entspann sich eine schaurig-lustige bis skurrile Gespenster- und Verwechslungskomödie.

Dass aber ihre ersten beiden „Gift“-Opfer, die Moarwirtin Rosa und die durchaus lustige Witwe Vevi (Stephanie Wurfbaum) ihnen als Gespenster erscheinen, damit hatte alle nicht gerechnet. Unnachahmlich schlüpften die beiden Darstellerinnen in ihre „neue“ Rolle. Beide Frauen buhlten schon zu Lebzeiten um den feschen Schuster-Jackl (Stefan Schabenberger), einen eingefleischten Junggesellen, der sich jedoch beide rigoros vom Leibe halten konnte. Nach ihrem „Ableben“ gab es jedoch für den Jackl zur Freude des tobenden Publikums, mit den verschmähten Damen ein „gespenstisches“ Wiedersehen.

Gespenster5

Natürlich wurde in dem urbayerischen Schwank auch kräftig geturtelt. Dafür zuständig war Lena (Lisa Pfeiffer), die als vermeintliche Erbin der Dorfwirtschaft mit ihrem Charme letztendlich den attraktiven Leo für sich gewinnen konnte.

Zu guter Letzt bekamen auch die beiden Geister „ihren Frieden“ und die beiden „Gspenstermacher“ wurden von ihrem Fluch erlöst. Die Zuschauer gaben den Akteuren, die mit viel Spielwitz und Freude ihre Rollen ausfüllten einen lang anhaltenden Applaus.

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