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Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: rathaus@ernsgaden.de  |  Online: http://www.ernsgaden.de

Breitbandausbau: Ernsgaden wartet auf das „Zuschusswunder“

Wappen

Eine ausführliche Machbarkeitsstudie zum Ausbau eines Glasfasernetzes in Ernsgaden wurde kürzlich dem Gemeinderat von dem Beratungsbüro „Fiber-Concept" präsentiert. Die Experten nahmen aus technischer, kaufmännischer und juristischer Sicht Stellung zu der Frage, wie man von Seiten der Gemeinde zu einem Hochgeschwindigkeitsnetz für die Datenübertragung kommt. Dabei ging es sowohl um die Planung als auch um die Bauausführung.

Unter dem Strich kostet das „schnelle Internet“ mit Glasfaserkabeln bis in jedem der 722 Ernsgadener Haushalte rund 2,5 Millionen €, so die Schätzung der Fachleute. Dies sei eine Investition, die die Gemeinde alleine nicht stemmen kann, meinte Bürgermeister Karl Huber und äußerte seine Hoffnung auf ein „Zuschusswunder“. Nach seiner Ansicht müsste im Hinblick auf die Vorstellungen der „großen Politik“ und die Herausforderungen der „Gigabitgesellschaft“ der allergrößte Teil dieser Investitionen durch finanzielle Zuwendungen vom Bund oder vom Freistaat Bayern gedeckt werden. „Alleine kann keine Kommune Ausgaben dieser Art stemmen“, so der Bürgermeister. Gemeinderat Hubert Attenberger verwies darauf, dass man ja bereits zahlreiche „Leerrohre“ im Gemeindegebiet verlegt habe, wodurch die Herstellungskosten vielleicht etwas günstiger ausfallen könnten. Aus mehreren weiteren Wortmeldungen im Gemeinderat ging hervor, dass alle Fraktionen die Thematik für sehr wichtig halten und dass diese weiterverfolgt werden soll. Die Studie sei eine „gute Grundlage“, auf der man weiter planen kann, so UW–Sprecher Günther Thaller.

Aus der Machbarkeitsstudie wurde auch ersichtlich, dass es nach der derzeitigen Rechtslage schlecht mit Zuschüssen für die Gemeinde Ernsgaden ausschaut, weil man überwiegend gut versorgt ist und ganz passable Übertragungsgeschwindigkeiten vorfindet. Einen finanziellen Zuschuss würde man momentan nur beantragen können, wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten unter 30 Megabit pro Sekunde lägen, was jedoch nicht der Fall ist. Also wartet man in Ernsgaden auf die neuen „Programme“, die von der Bundesregierung und der Bayerischen Staatsregierung angekündigt wurden. Wenn es mit dem Ausbau des Glasfasernetzes ernst wird, muss man dann entscheiden, ob man einem Telekommunikationsanbieter den Vortritt lässt und das Netz co-finanziert oder ob die Gemeinde selbst als Investor auftritt und ein eigenes Glasfasernetz errichtet, das dann an einen Betreiber weitervermietet wird.

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