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Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: info@ernsgaden.de  |  Online: http://www.ernsgaden.de

Zu viel Wasser im Feilenmoos

Luftbild Feilenmoos
Die Seenplatte Feilenmoos aus der Luft. Die Wassermassen und der Klimawandel bereiten Probleme.

Die Situation im Feilenmoos war auch Thema bei der Bürgerversammlung in Ernsgaden. Das Feilenmoos und der Feilenforst versinken im Wasser, so die Aussagen. Das Grundwasser reicht stellenweise bis zur Oberfläche und das Druckwasser aus den großflächigen Seen tut sein Übriges. Überhaupt ist der Grundwasserstand im Donautal derzeit wieder einmal sehr hoch, wohl auch wegen des milden Winters. Im Feilenmoos läuft zu viel Wasser zu schnell von westlich der Staatsstraße in das Geisenfelder und Ernsgadener Gebiet. Diese Wasserzufuhr gehört gedrosselt und man muss mehr Rückhalteräume im westlichen Teil des Feilenmooses schaffen.

Der Versuch, die Wassermassen durch Kaskaden aufzuhalten funktioniere nicht, weil man dazu eine aktive Überwachung und Steuerung bräuchte, die bisher fehlt. Ferner habe der Biber die Dämme durchlöchert. Und die Entwässerungsgräben seien voller Biberdämme. Deren immer wieder geforderte Räumung werden wasserwirtschaftlich und naturschutzfachlich abgelehnt und seien in Praxis wirkungslos. Die Gräben werden dadurch tiefer, aber das Wasser zieht aber nicht ab.

Schon im sog. Schaller Gutachten ist vor über zwanzig Jahren die Renaturierung des Feilenmooses gefordert worden, um dessen ursprüngliche Funktion als Feuchtgebiet wieder zu aktivieren. 

Eine Besserung ist  nicht in Sicht. Im Gegenteil, die Landwirtschaft wird sich in der Zukunft wegen der Vernässung und des immer größeren Aufwands nicht mehr lohnen. Die Landwirte brauchen eine staatliche Unterstützung bei der Extensivierung der Flächen.

Grund für die aktuelle Misere sind  die Sünden der Vergangenheit, der Egoismus der Beteiligten und der Klimawandel. Dank an Geisenfelds Bürgermeister Christian Staudter für sein Engagement beim Leaderprojekt Feilenmoos. Die Vorschläge sollten in die Tat umgesetzt werden. Geredet wurde in den vergangenen Jahren genug, jetzt müssten Veränderungen folgen.
 
Was die Biberproblematik betrifft, so sei das in Ernsgaden seit langem „ein Dauerbrenner“. Es kürzlich habe man wieder einen Damm entfernt und eine Biber gefangen, weil im Baugebiet am Markt das Entwässerungssystem der Straße durch das Aufstauen des Rothernbachs blockiert wurde. „Der bürokratische und der operative Aufwand ist hoch“, so der Bürgermeister. Der Veränderung der Bachlandschaften durch den Biber werde man aber "mit diesen Maßnahmen nicht lösen können". Die Gemeinde tue was sie kann, müsse sich jedoch an die gesetzlichen Vorschriften halten. Verstöße werden auf allen Ebenen mit Bußgeld und Strafen geahndet.

Viel Wasser im Feilenforst und im Feilenmoos

Aufgrund einer Anfrage zur Bürgerversammlung nahm Bürgermeister Huber auch zur Frage der Auswirkungen des geplanten Flugpolders Großmehring Stellung. Nach Auskunft des Wasserwirtschaftsamts grundsätzlich seien Flutpolder so zu errichten, dass keine Schäden durch Bau und Betrieb des Polders entstehen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist das Gemeindegebiet Ernsgaden wegen der großen Entfernung vom Flutpolder Großmehring nicht betroffen, lautet es in einer schriftlichen Auskunft des Wasserwirtschaftsamts. Durch den Flutpolder werde auch die Grundwasserfließrichtung im Gemeindebereich Ernsgaden nicht verändert. Auch Auswirkungen auf das Kanalnetz seien nicht erkennbar, weil es sich hier um einen geschlossenen Kreislauf handelt. Die Gemeinde werde die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.

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