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Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: info@ernsgaden.de  |  Online: http://www.ernsgaden.de

Aus dem Gemeinderatssitzung (Oktober 2017)

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Mit neuen Spezialpumpen in der Betriebsstation, einer Fotovoltaikanlage zur Produktion von Eigenstrom und einem Wechsel des Stromtarifs kann beim Vakuumkanal in Ernsgaden der Energieverbrauch deutlich reduziert werden. Zu diesem Ergebnis kam eine Energieeffizienzuntersuchung, die Prof. Dr. Peter Weitz von der technischen Hochschule Ingolstadt und drei Studenten bei der letzten Sitzung des Gemeinderats vorstellten.
Die Studie ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Hochschule, dem Landkreis Pfaffenhofen und der Gemeinde Ernsgaden, die das Ziel hat, Hilfestellungen zu geben, technische Anlagen der gemeindlichen Infrastruktur möglichst wirtschaftlich zu betreiben. Die Studenten hielten sich während des Frühjahrs dazu mehrere Tage in Ernsgaden auf, untersuchten den Kanalbetrieb und werteten die Ergebnisse zusammen mit Prof. Weitz aus.
Konkret wurden für die Kanalstation zwei neue Spezialpumpen, so genannte „Klauenpumpen" vorgeschlagen, die eine Frequenzregelung haben und die Erzeugung des Vakuums sicherer preisgünstiger gestalten sollen. Ein weiterer Vorschlag ist, im Hinblick auf den hohen Stromverbrauch des gesamten Kanalsystems von über 200.000 Kilowattstunden pro Jahr selbst oder durch einen Investor eine Fotovoltaikanlage zu errichten und den dabei erzeugten Strom zum Betrieb der technischen Anlagen in der Kanalstation am Badweiher zu nutzen. Diese Möglichkeit in diesem Fall besonders attraktiv, weil die Kanalstation unmittelbar an der Bahnlinie liegt und es dort besonders günstige Produktionsbedingungen für Eigenstrom und die Einspeisung in das öffentliche Netz gibt. Schließlich könnte die Gemeinde auch durch einen Wechsel des Stromtarifs Kosten verringern. Das gesamte Einsparungspotenzial bezeichnete Prof. Dr. Weitz auf rund 30.000 € jährlich, wobei jedoch von der Gemeinde zunächst Investitionen zu tätigen sind. Der Amortisationszeitraum ist attraktiv, so dass es sich durchaus lohnen könnte, den einzelnen Vorschlägen näher zu treten. Bereits in einer der nächsten Sitzungen wird sich der Gemeinderat mit den Ergebnissen der Studie nochmals konkret befassen und weitere Details diskutieren.

Ausgiebig besprochen  wurde bei der Gemeinderatssitzung auch eine neue Ausbaubeitragssatzung für Gemeindestraßen. Wie Bürgermeister Karl Huber dazu mitteilte, wurde die bisherige Satzung, die in der Gemeinde bereits mehrmals angewendet wurde, vom Kommunalen Rechnungsprüfungsverband in Teilen beanstandet. Die Neufassung enthält alle aktuellen Empfehlungen des Bayerischen Innenministeriums und auch die aktuelle Entwicklung der Rechtsprechung, so der Bürgermeister. Die bisherige Satzung für die Abrechnung von Straßenbauarbeiten habe sich bewährt, so zum Beispiel bei der Verbesserung der Straßenentwässerung in der Ringstraße, Pfarrstraße und Kapellenweg. Kämmerer Hans Thaller wies darauf hin, dass sich für die Bürger bei der Abrechnung von Straßenbaumaßnahmen im Vergleich zu bisher keine wesentlichen Änderungen ergeben. Dies gelte auch für die Abrechnung der Dorferneuerung, die wie vorgesehen mit der Aufteilung der Kosten abgerechnet wird, wie sie vom Gemeinderat beim Beginn der Maßnahme beschlossen wurde.

Ferner wurde der Erlass der Kindergartensatzung vom Gemeinderat diskutiert und beschlossen. Auch hier hatte der Prüfungsverband darauf hingewiesen, dass der Gemeinderat von Zeit zu Zeit die Gebühren anpassen müsse. Dies war zuletzt Anfang 2015 geschehen. Jetzt werden die Gebühren zu 1. Januar 2018 um rund 6 Prozent gegenüber der bisherigen Regelung erhöht. Die Räte folgten einem Vorschlag der Verwaltung, die zum Beispiel in der Buchungskategorie von 3-4 Stunden Betreuungszeit einen monatlichen Beitrag von 70 € vorsieht (bisher 66 € einschließlich „Tee- und Spielgeld“), bei 4-5 Stunden 80 €, und bei 5-6 Stunden 90 €. Wird ein eine Zeit von 6-7 Stunden von den Eltern gebucht, sind 100 € fällig. Wenn ein Kind am Mittagessen teilnimmt, kostet dies täglich 3,50 € und wird separat berechnet.

Keine Einwände hatte der Gemeinderat gegen die dritte Änderung des Bebauungsplans „Am Kindergarten“. Hier wurde auf Antrag des Eigentümers der Umfang der Bebaubarkeit geändert. Die entsprechende Beschlussvorlage der Bauverwaltung wurde einstimmig genehmigt.

Gute Fortschritte macht die Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses, in dem derzeit zahlreiche Handwerker tätig sind. Der Estrich wurde bereits verlegt und auch die „Bemusterung“ der Ausstattung mit dem Gemeinderat, die kürzlich stand fand, sei „erfolgreich verlaufen“. So wurde bereits die Farbe für den Außenanstrich festgelegt, das Pflaster für den Innenhof ausgesucht und die Ausstattung der Funktionsräume diskutiert. Der Auftrag für die Küche ging während der Sitzung an die Firma Weiß in Geisenfeld als wirtschaftlichsten Bieter. Mit der Gestaltung der Außenanlagen wird demnächst begonnen.

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