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Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: info@ernsgaden.de  |  Online: http://www.ernsgaden.de

Gemeinderat erläßt Richtline zur Bebauung

Pro Wohneinheit künftig 300 Quadratmeter Grundstücksfläche

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Der Gemeinderat hat bei seiner letzten Sitzung beschlossen, bei Bauanträgen die Zahl der Wohneinheiten von der Grundstücksgröße abhängig zu machen. Betroffen davon sind alle Grundstücke, deren Bebauung nach § 34 des Baugesetzbuches beurteilt wird und die nicht im Geltungsbereich eines qualifizierten Bebauungsplans liegen. Mit der Regelung begonnen werden soll in den Bereichen „Südost“ und „Am Wald“, wo es insgesamt rund 35 Baulücken gibt.

Die Richtlinie des Gemeinderats ist, dass pro 300 m² Grundstücksfläche künftig eine Wohneinheit gebaut werden kann. Ferner gilt eine Grundflächenzahl von 0,4 und eine Geschoßflächenzahl von 0,6. Diese Regelung gilt auch in allen anderen Baugebiete der Gemeinde, die schon jetzt durch Bebauungspläne geordnet sind. Ferner wird festgelegt, dass entlang der Geisenfelder Straße und der Hauptstraße nur Gebäude mit Satteldächern errichtet werden dürfen, um eine ortstypische Bauweise zu fördern und einen „Wildwuchs“ von verschiedenen Baustilen zu vermeiden.

Die Festlegungen des Gemeinderats erfolgen im Rahmen eines so genannten „einfachen" Bebauungsplans und durch den Erlass einer „Veränderungssperre“. Mit dem Beschluss soll erreicht werden, dass eine homogene und für das Gemeindegebiet angemessene bauliche Entwicklung erfolgen kann. Insbesondere soll eine zu hohe „Nachverdichtung“ von einzelnen Baugrundstücken mit vielen Wohneinheiten, die nicht ortstypisch ist, vermieden werden.

Die Bebauung soll ausgewogen und vernünftig sein und dem dörflichen und ländlichen Charakter der Gemeinde sowie einer geordneten Entwicklung entsprechen. Mit der Maßnahme will die Gemeinde auch erreichen, dass die Bebauung nachbarschafts–, sozial–, verkehrs– und umweltverträglich ist. Die gemeindliche Gestaltungsrichtlinie ist eine „Positivplanung“, nach der die Massivität der so genannten „Nachverdichtung“ vom Gemeinderat aktiv gesteuert werden kann. Dadurch wird eine willkürliche Bebauung nach dem Zufallsprinzip eingeschränkt.

Die Regelung dient auch dem Vertrauensschutz der Menschen, die bisher in der Gemeinde wohnen und auf eine geordnete bauliche Entwicklung in Ihrem Umfeld vertraut haben.

Der Gemeinderat hat sich dafür ausgesprochen, Zug um Zug die Bebauung im gesamten Gemeindegebiet auf diese Weise zu regeln.
Unabhängig davon ist es nach wie vor möglich, für einzelne Bereiche, die mit dem aktuellen „einfachen" Befreiungen und Ausnahmen zulassen, soweit es im Einzelfall geboten ist. Entweder durch eine Einzelfallentscheidung oder einen „qualifizierten“ Bebauungsplan, der zum Beispiel zusammen mit dem Eigentümer eines größeren Grundstücks gemeinsam entwickelt werden kann.

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